Reisegeschichte

🏃‍♀️ Salomon Cappadocia Ultra Trail 2024: Mein allererster Trailmarathon

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Der Salomon Cappadocia Ultra Trail ist mehr als ein Rennen — er ist ein Abenteuer durch eine der zauberhaftesten Landschaften der Welt. Die Strecke schlängelt sich durch die Täler und Dörfer des UNESCO-Welterbes in Kappadokien in der Türkei und verbindet Naturwunder mit körperlicher Herausforderung.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 18.–19. Oktober 2024 statt. Bis vor Kurzem war ich trotz regelmäßigen Straßenlaufens noch nie einen vollständigen Marathon oder auch nur ein Trailrennen gelaufen. Doch dank der begeisterten Ermutigung eines Freundes meldete ich mich an — nur drei Monate vor dem Renntag!

Jetzt, nachdem ich die 38-km-Strecke hinter mir habe und mein Herz voller Stolz ist, möchte ich meine Erfahrung gerne mit dir teilen.

🎽 Was ist der Salomon Cappadocia Ultra Trail?

Diese Weltklasse-Trailrunning-Veranstaltung wird von Salomon gesponsert, der renommierten französischen Outdoor-Marke, die 1947 gegründet wurde. Neben Salomon tragen weitere große Sponsoren wie die Turkish Tourism Promotion and Development Agency, Garmin und Intersport dazu bei, dieses Ereignis unvergesslich zu machen.

Das Rennen begann 2014 ausschließlich mit einem anstrengenden 110-km-Ultramarathon. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit und der Nachfrage nach zugänglicheren Distanzen kamen zwei weitere Kategorien hinzu:

  1. CUT (Cappadocia Medium Trail) – 63 km
  2. CST (Cappadocia Short Trail) – 38 km

Ich nahm dieses Jahr in der Kategorie CST 38km teil — mein erstes Trailrunning-Erlebnis.

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🎒 Abholung der Startunterlagen – Eine Lektion

Wenn du nächstes Jahr mitläufst, vergiss deine Pflichtausrüstung nicht! Alle erforderlichen Gegenstände stehen auf der offiziellen Website, aber leider hatten meine Freunde und ich die Liste nicht sorgfältig gelesen. Als wir am Freitag zur Abholstelle kamen, wurde uns mitgeteilt, dass wir ohne die richtige Ausrüstung keine Startunterlagen erhalten würden.

Wir mussten eine Stunde zu unserem Hotel zurückfahren, um alles zu holen:

  1. Trailrunning-Schuhe
  2. 1 l Wasser
  3. Pfeife
  4. Rettungsdecke
  5. Elastischer Faltbecher
  6. Verbände

Erst nachdem wir all dies vorgezeigt hatten, durften wir unsere Startunterlagen abholen. Offenbar wurde dieses Ausrüstungskontrollsystem in diesem Jahr neu eingeführt, denn frühere Teilnehmer erzählten, dass es bei vergangenen Ausgaben nicht so streng gewesen sei.

🏞️ Der Start: Malerisch, steil und überfüllt

Punkt 10 Uhr versammelten wir uns an der Startlinie in Göreme, wo Läufer ihre Sachen auch in offiziellen Gepäckbeuteln abgeben konnten. Obwohl die Positionen nach Startnummern zugeteilt waren, herrschte eine entspannte Atmosphäre, und viele Läufer wählten ihren Startplatz frei.

Die ersten 1–2 km waren steil und überfüllt — so sehr, dass Laufen beinahe unmöglich war. Doch bald öffnete sich der Weg zu Grasflächen und malerischen Pfaden, und ich hielt immer wieder an, um die Aussicht zu genießen: surreale Täler, historische Höhlenwohnungen und geschichtete Felsformationen wie aus einem Gemälde.

Nachdem wir uns durch kleine Straßen und an einem fotogenen Abschnitt mit Höhlenhotels vorbeigeschlängelt hatten, erreichten wir den ersten Kontrollpunkt bei 12 km — dort gab es Wasser, Cola, Bananen und Müsliriegel.

🧗‍♀️ Der Mittelteil: Wild, ursprünglich und wunderschön

Zwischen dem ersten und zweiten Kontrollpunkt lag mein Lieblingsabschnitt der Strecke. Der Weg wurde wilder: Wir duckten uns durch natürliche Höhlen, überquerten Baumstämme über schlammigen Teichen und kletterten über große und kleine Felsen. Es fühlte sich an wie ein Hindernisparcours im Freien, den Mutter Natur selbst entworfen hatte.

Der zweite Kontrollpunkt bei etwa 24 km bot eine willkommene Pause — mit Kuchen, Keksen, Brot und allen üblichen Energielieferanten. Einige Läufer saßen und unterhielten sich, andere aßen schnell etwas und liefen weiter. Ich wählte einen Mittelweg — genug Zeit, um Energie zu tanken und mich mental auf das Kommende vorzubereiten.

 

🥵 Der letzte Abschnitt: Schmerz, Durchhaltevermögen und ein gemeinsames

Die letzten 14 km stellten alles auf die Probe — meine Ausdauer, meine Einstellung und meine Willenskraft. Bei einem kleinen Bauernhof mit Ziegen und Steinhäusern führte der Weg zurück in raues Gelände. Ich schaute ständig auf meine Garmin-Uhr, die wie eingefroren schien, während die Kilometer nur langsam vergingen.

In dieser Phase sprach niemand. Alle konzentrierten sich auf sich selbst. Dennoch verband uns ein unausgesprochenes Band — gegenseitiger Respekt, stille Ermutigung und der gemeinsame Wille, das Ziel zu erreichen.

Ich kämpfte gegen die Angst, mich zu verlaufen, auf unebenen Wegen zu stolpern oder sogar wilden Tieren zu begegnen. Doch schließlich sah ich mit schmerzenden Beinen und erfülltem Herzen die Ziellinie.

 

🏁 Zielzeit: 5 Stunden 11 Minuten

Diese Linie zu überqueren war unvergesslich. Ich war noch nie zuvor eine so lange Strecke in der Natur gelaufen, und meinen allerersten Trailmarathon zu beenden — ausgerechnet in Kappadokien — fühlte sich wie ein persönlicher Wendepunkt an.

Trailrunning in einer solchen Landschaft ist mehr als eine körperliche Herausforderung. Es ist eine tiefgehende mentale Reise, auf der du entdeckst, wozu du fähig bist. Ich fühle mich stärker, konzentrierter und durch diese Erfahrung unendlich inspiriert.

💬 Zum Schluss

Ob du ein erfahrener Trailläufer oder ein neugieriger Anfänger bist, wie ich es war: Der Salomon Cappadocia Ultra Trail ist etwas ganz Besonderes. Es geht nicht nur um den Wettkampf, sondern darum, in die Natur einzutauchen, an deine Grenzen zu gehen und Menschen aus aller Welt kennenzulernen.

Wenn du also darüber nachdenkst … tu es einfach. Vielleicht überraschst du dich selbst.

Meshiagare — und bis nächstes Jahr auf den Trails!

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